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Fragen über Fragen

  • gruenweiss.sg
  • 25. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. März

Sollte vor einer Saison tatsächlich so etwas wie eine Punktebudgetierung vorgenommen werden, so hätte man für diesen Samstag mit Garantie eine Null eingetragen. YB auswärts – das war und ist für die Espen selten ein Ort für Fröhlichkeit. Nur: Nach zuletzt dürftigen Auftritten, insbesondere der Nichtleistung gegen Lausanne, ist man nun ausgerechnet in Bern gefordert, irgendwie etwas mitzunehmen. Wie kann das bloss gelingen?

Der Gegner: Die Berner sind im Schuss. Der Auftritt in Basel war zwar keine Wucht, der Sieg aber absolut verdient und logisch. YB hatte plötzlich wieder diese Überzeugung der Meisterjahre. Und einen Fassnacht, der auftrat, als wäre er in den letzten Monaten öfter im Einsatz gewesen in der zweiten Liga Englands. Nicht wenige sehen den Ligadominator der vergangenen Jahre auch am Ende dieser Saison wieder vorne. In der Jahrestabelle sind sie zu Hause mit 20 Punkten aus zehn Spielen bereits an der Spitze. Das Wankdorf ist wieder eine Festung. Die Mannschaft hat Lunte gerochen – das Double winkt. Und das alles nach einer Champions-League-Kampagne, die man in Bern wohl gerne vergessen würde. Null Punkte, laue Stimmung, wenig Stolz. Viele trugen den Schweizer Fussball international schon zu Grabe. Nun aber scheinen sich die Young Boys auf das zu konzentrieren, was sie eben meistens gut können: national dominant auftreten.


Die Espen: Der Auftritt gegen Lausanne vor der Nationalmannschaftspause gab der Mannschaft und ihren Verantwortlichen eine gehörige Denkaufgabe mit auf den Weg. Wo klemmt’s? Was passt nicht? Warum bricht man in Yverdon mit 10 Mann zusammen und bettelt förmlich um den Ausgleic? Im Gegenzug kann man in 35 Minuten Überzahl gegen Lausanne weder Wucht noch Torchance entwickeln? Warum verdaddelt der passsichere Toma einen Ball, was dann zum frühen Rückstand führt? Warum bricht danach das ganze Team zusammen? Wer hätten die Leader sein sollen, die mit Zuversicht und Überzeugung den Rest mitziehen? Was war mit Vallci, mit Quintillà, mit Akolo, mit Okoroji? Und auch mit Nsame?

Jedem war nach diesem Auftritt klar: das kann es nicht sein. Die Antworten auf all diese Fragen haben die Spieler möglichweise auch nach ein paar freien Tagen nicht gefunden. Diese Fragen sind keine einfachen. Fussball ist auf dem Feld nicht mal so kompliziert. Dass er aber von Menschen gespielt wird, verkompliziert ihn erheblich. Im Fussball, im Sport allgemein und insbesondere vor dem YB-Spiel gibt es nur eins: es müssen konstruktive und zielführende Fragen gestellt und beantwortet werden. Wie gelingt eine geschlossene Teamleistung? Wie führen wir die Zweikämpfe erfolgreich? Wie überraschen wir den Gegner - insgesamt, aber auch bei Standardsituationen. Wie unterstütze ich meine direkten Partner auf dem Feld? Wen bediene ich mit Bällen, wen unterstütze ich in der Defensive? Und wie? Wo liegen meine Stärken und wie bringe ich sie auf’s Feld? Wie sieht mein Auftritt aus, so dass er nachher von Fans und Presse als lustvoll und leidenschaftlich beschrieben wird?


Ausgangslage, Prognose: YB im Wankdorf. Die Aufgabe ist maximal schwer. Und trotzdem: Es gibt einen Anlass, der die Espen vielleicht zu einem besonderen Auftritt inspiriert. Präsident Matthias Hüppi hat Geburtstag. Und vielleicht, ganz vielleicht, denkt sich die Mannschaft: Heute geben wir ihm – und uns – etwas zurück. Wir wollen ja nicht gleich überschwänglich werden. Aber ein Punkt? Warum nicht.

⚽️ YB - FCSG

🏟️ Wankdorf

⏰ Samstag, 18:00 Uhr


Bild: Franz Schefer

Text: James Wehrli

Redaktion: Marc Baumeler

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