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Ernüchterung pur

  • gruenweiss.sg
  • 15. März
  • 3 Min. Lesezeit

Der FC St.Gallen verliert gegen Lausanne Sport diskussionslos mit 0:2. Die Espen sind klar unterlegen. Es ist einzig das Publikum, das zu überzeugen vermag.

Aufreger Ein fataler Fehler bringt die Espen früh ins Hintertreffen: In der 10. Minute spielt Toma einen viel zu kurzen Rückpass auf Zigi, Balde sprintet dazwischen und trifft eiskalt zum 0:1. Ab diesem Moment ist Lausanne eine Klasse besser. Das 0:2 ist sinnbildlich für den St. Galler Auftritt: Die gesamte Hintermannschaft schaut zu, wie sich Sanches den Ball zurechtlegt und ihn mit einem satten Schuss an Zigi vorbei ins Netz drischt. Selbst als Lausanne nach der Roten Karte für Senaya (56.') fast eine Halbzeit in Unterzahl spielt, bleibt St. Gallen harmlos. Durch diese verdiente Niederlage fällt der FCSG wieder aus den Top Sechs. Eine Qualifikation für die Championship Group rückt vorallem in Anbetracht des Restprogramms in weite Ferne.


Makel Die Espen haben eine grossartige Trainingswoche hinter sich. Das berichten mehrere Exponenten vor der Partie. Davon ist im Spiel aber nichts zu sehen. Lediglich in den ersten zehn Minuten bringt das Team von Enno Maassen etwas Energie auf den Platz. Danach ist das Spiel geprägt von fehlender Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen, ideenlosem Aufbau und harmlosen Offensivaktionen. Die Verteidigung offenbart grosse Schwächen in der Spielauslösung, das Mittelfeld verliert Zweikämpfe oder begeht unnötige Fouls und die Stürmer kommen kaum zur Entfaltung. Es wirkt fast so, als hätte der frühe Fehler von Toma den Espen den Stecker gezogen. Mit einer solchen Leistung hat man keinen Anspruch auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte.

Schiedsrichter Désirée Grundbacher leitet die Partie souverän und behält jederzeit die Kontrolle. Einziger Kritikpunkt: Sie hätte das Zeitspiel von Lausanne früher unterbinden sollen. Das hätten aber auch die St.Galler mittels einer stärkeren Leistung erledigen können.


abseits Trotz des enttäuschenden Auftritts der Mannschaft ist das Publikum im kybunpark einmal mehr fantastisch. Über 17'500 Fans peitschen das Team nach vorne – doch die Espen geben nichts zurück. Das ist frustrierend.


FCSG 1879 - Lausanne Sport 0:2 (0:2)

kybunpark 17'579 Fans - SR Désirée Grundbacher


Tore 10' Balde, 24' Sanches


St.Gallen Zigi; Faber, Stanic, Vallci, Okoroji; Toma (60' Daschner), Quintilla (86' Cisse), Witzig (80' Csoboth), Akolo (60' Mih. Stevanovic), Geubbels; Nsame


Lausanne Letica; Senaya 56', Sow, Dussenne, Poaty; Sanches (71' Sene), Roche (87' Mouanga), Custodio (71' Koindredi), Okou; Oviedo (62' Giger), Balde (62' Ajdini)




Einzelkritik


Zigi Hält, was zu halten ist und bewundert zusammen mit seinen Vorderleuten das schöne 2:0 durch Sanches.


Faber Gegen Schluss der Partie wird er mutiger, wagt sich nach vorne und bringt den einen oder anderen Ball in den Strafraum. In der Defensive tut er sich gegen die Lausanner Offensivpower schwer.

Stanic Defensiv solide, aber ohne Ideen im Spielaufbau.


Vallci Verliert zu viele Zweikämpfe und Kopfballduelle. Auch ihm fällt wenig ein in der Spielauslösung.

Okoroji Mehr Teil des Problems als der Lösung – kann keinen Druck über seine Seite ausüben.


Toma Sein katastrophaler Fehlpass führt zum 0:1. Danach verunsichert. Seine Körpersprache spricht Bände.


Quintillà Nach starker Leistung gegen GC fällt er wieder in alte Muster zurück.


Witzig In der Startphase mit zwei, drei starken Aktionen, in denen er Gegenspieler ausspielt und stehen lässt. In der zweiten Halbzeit mit einem Abschluss, den Lausannes Goalie noch an die Latte lenkt. Damit ist er wohl der beste St.Galler.

Akolo Nicht zu sehen.


Geubbels Kann sich kaum gegen seine Gegenspieler durchsetzen und wird von der Lausanner Verteidigung weitgehend aus dem Spiel genommen. Zudem leistet er sich viele Fehlpässe und vergibt in der Schlussphase eine aussichtsreiche Chance, als sein Schuss knapp rechts am Pfosten vorbeigeht.


Nsame Auch er sieht kaum Land.


Daschner, Stevanovic, Csoboth, Cisse: Sie werden im Verlauf der zweiten Halbzeit von Enno Maassen aufs Feld geschickt, können das Spiel aber ebenfalls nicht in positive Bahnen lenken.



Stimmen zum Spiel



Bild: Franz Schefer

Ton und Text: Marc Baumeler

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