Ein Punkt nach starker Aufholjagd
- gruenweiss.sg
- 23. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Der FCSG spielt zuhause gegen Basel 2:2 nachdem er eine Viertelstunde vor Schluss noch mit 0:2 hinten lag. Grosser Wermutstropfen ist die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Betim Fazliji. Es ist das rechte Knie.

Aufreger Betim Fazliji verletzt sich in einem Zweikampf mit Shaqiri und muss nach sieben Minuten durch Bastien Toma ersetzt werden. Drei Minuten später bringt Leroy die Basler mit einem satten Schuss unter die Latte in Führung. Es läuft die 78. Minute, als Witzig einen Fehler des Basler Goalies Hitz zum Anschlusstreffer ausnutzen kann. Kurz zuvor hat Noah Yannick die Partie mit einem Eigentor beinahe entschieden. Die Schlussphase gehört Geubbels. Erst erzwingt er einen Eckball, den er dann nach schöner Flanke von Toma via Pfosten zum 2:2 Entstand ins Tor köpft. Es ist der Schlusspunkt eines spektakulären Abends im kybunpark.
Makel Lange Zeit fehlt die Effizienz. St.Gallen spielt sich immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Die Abschlüsse kommen aber zu lange zu zentral aufs Tor. Einfache Aufgaben für Marwin Hitz.
Gegner Der FC Basel spielt fehlerhaft aber effizient. Kurz vor Schluss führt er mit zwei Treffern Vorsprung und kaum einer im Stadion glaubt noch so richtig an die Wende, die dann doch noch kommt. Wer Meister werden will, muss solche Partien nachhause bringen. Wobei, in dieser Liga ist in dieser Saison fast alles möglich.

Schiedsrichter Urs Schnyder bewahrt stets Übersicht und ist über die gesamte Spieldauer Herr der Lage. Starke Leistung.
skurril Xherdan Shaqiri ist seit Jahren die grosse Nummer im Schweizer Fussball. Spektakuläre Tore im Natidress, spielbestimmende Figur beim FC Basel und aktuell so fit wie wohl noch fast nie. Auch heute prägt er das Spiel, strahlt Klasse und Gefahr aus. Ein Tor gegen St.Gallen ist ihm in seiner ganzen Karriere aber noch nie gelungen.

FCSG – FCB 2:2 (0:1)
19'335 Zuschauer
SR Schnyder
Tore 10. Leroy 0:1. 71. Yannick (Eigentor) 0:2. 78. Witzig 1:2. 87. Geubbels (Toma) 2:2.
St.Gallen Zigi; Vandermersch, Ambrosius, Vallci, Yannick; Fazliji (8. Toma), Witzig (88. Mambimbi), Stevanovic; Daschner (81. Akolo), Nsame, Geubbels.
Basel Hitz; Mendes, Barisic, Adjetey, Schmid; Avdullahu, Leroy (85. van Breemen); Kade (73. Sigua), Shaqiri (73. Romário Baró), Traoré (57. Otele); Kevin Carlos (85. Ajeti).
Verwarnungen 38. Vallci, 63. Mendes, 84. Kevin Carlos, 90. Vandermersch, 93. Schmid.

Einzelkritik
Zigi Bleibt den ganzen Abend über fehlerfrei. Bei den Gegentoren ist er nahe dran, bleibt aber letztlich machtlos.
Vandermersch Spielt einen engagierten Part auf der rechten Seite und ist sowohl defensiv als auch offensiv solide.
Ambrosius Hat Glück, dass sein Fehler in der zweiten Halbzeit von Shaqiri nicht bestraft wird. Ansonsten wirft er sich wie gewohnt in alles rein, gewinnt die Mehrzahl der Zweikämpfe und zeigt eine starke Leistung.

Vallci Auch er ist robust, zweikampfstark, aggressiv und stark mit Ball am Fuss. Fehler- und somit tadellos.
Yannick Oft im Brennpunkt des Geschehens. Dabei mit Licht und Schatten. Hat Pech beim Eigentor, verschuldet zu viele Fehlpässe, aber zeigt in der Offensive, weshalb Enno Maassen grosse Stücke auf ihn hält. Insgesamt ist es ein ansprechender Auftritt.
Stevanovic Spielt einen ordentlichen, konzentrierten Part im zentralen Mittelfeld, gewinnt Duelle, geht in den Abschluss und ist oft ruhender Pol des Teams.
Fazliji Unfassbar. Muss nach sieben Minuten vom Platz. Sein Knie (diesmal das rechte) ist dick geschwollen. Wie schlimm die Verletzung ist, werden die Untersuchungen am Sonntag zeigen. Gute Besserung!
Daschner Wirbelt auf rechts und arbeitet pflichbewusst gegen den Ball. Zwingendes gelingt ihm heute nicht.

Witzig Ist ein Aktivposten, zeigt sich entschlossen und erzielt den wichtigen Anschlusstreffer.
Geubbels Er ist der Mann des Spiels. Spielt zum ersten Mal in seiner Karriere als linker Flügel in einem 4-2-3-1 System. Macht das hervorragend. Beeidruckend ist vor allem seine Bereitschaft, in der Defensive alles zu geben. Es ist kein Zufall, dass ihm der vielumjubelte Ausgleichstreffer gelingt. Chapeau!

Nsame Sein erstes Spiel über 90 Minuten im Dress der Espen. Alles in allem ein ordentlicher Auftritt, auch wenn er weiterhin auf sein 113. Super-League-Tor warten muss.
Toma Ersetzt Fazliji nach dessen Verletzung und zeigt ein starkes Spiel auf der 6er Position. Sein Eckball kurz vor Schluss ist stark getreten und wird durch Geubbels brillant verwandelt.
Akolo, Mambimbi Kommen für die Schlussphase auch noch aufs Feld.

Stimmen zum Spiel
Bild: Franz Schefer
Text: Marc Baumeler
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