Befreiungsschlag oder nächste Enttäuschung?
- gruenweiss.sg
- 6. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. März
Am Samstag um 20:30 Uhr empfängt der FC St.Gallen die Grasshoppers im kybunpark. Nach der deutlichen 0:4-Niederlage in Winterthur steht für die Espen Wiedergutmachung auf dem Programm. Es geht darum, den Anschluss an die Champions Group nicht zu verlieren. GC hingegen reist mit Rückenwind aus dem Sieg gegen YB an und möchte weiter punkten.

Ausgangslage Unterschiedlicher hätte die Gefühlslage der beiden Teams am vergangenen Wochenende kaum sein können. GC erkämpfte sich zuhause einen knappen 1:0 Sieg gegen die Berner Young Boys während St.Gallen auf der Schützenwiese gleich mit 0:4 unterging.
Für die Espen geht es nun darum die Chancen auf einen Platz in der Champions Group zu wahren und den Anschluss an die ersten sechs zu halten. GC wird versuchen den Schwung aus dem zweiten Sieg des Jahres mitzunehmen und auch im kybunpark zu punkten.
Gegner Gegen die Grasshoppers zu spielen ist unangenehm. Seit der Amtsübernahme von Thomas Oral als Cheftrainer sind die Grasshoppers defensiv stabiler geworden. Sie lassen wenig zu, stehen kompakt und punkten regelmässig. Von den acht Spielen in diesem Jahr haben sie nur gegen Servette verloren, fünfmal unentschieden gespielt und gegen Sion und YB gewonnen. Allerdings fehlt weiterhin ihr bester Skorer, Giotto Morandi, der mit einer Schambeinentzündung ausfällt. Trotzdem bleibt GC gefährlich – vor allem durch ihr schnelles Umschaltspiel und ihre Effizienz bei Standardsituationen.

Espen Probleme offenbarten sich etliche am letzten Samstag in Winterthur. Da ist das Zentrum, in dem mit Lukas Görtler, Betim Fazliji und Corsin Konietzke gleich drei wichtige Spieler verletzt fehlen. Da ist Mihailo Stevanovic, für den die Verantwortungslast zurzeit noch zu schwer zu wiegen scheint und da ist Bastien Toma, der weiter vorne auf dem Platz oft besser aufgehoben scheint, als er das als Teil der Doppel-Sechs tut. Und dann ist da noch Jordi Quintillà – eigentlich der perfekte Spieler, um das Zentrum wieder in Balance zu bringen. Mit seiner feinen Technik, seiner Übersicht und seiner Erfahrung sollte er der Mannschaft Halt geben können. Vielleicht bietet das Spiel gegen die Hoppers den perfekten Moment für seinen Neustart? Doch nicht nur im Mittelfeld muss eine Verbesserung her. Auch defensiv liess das Team in Winterthur zu viel zu. Abstimmungsprobleme, ein nicht funktionierendes Pressing und eine schwache Chancenverwertung führten zur bisher enttäuschendsten Leistung der Saison.
Fazit Die Espen müssen nicht nur auf den Platz zurückfinden, sondern ein Zeichen setzen. Eine Reaktion ist gefragt.
Prognose Die St.Galler werden besser spielen als vor Wochenfrist. Zusammen mit der Energie des Stadions wird das zu einem Heimsieg führen.

Bild: Franz Schefer
Text: Marc Baumeler
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